Galopprennbahn Bad Harzburg - Familienrennbahn der Region Braunschweig

Auktionsrennen

Galopprennwoche: Alle Top-Trainer sind im Auktionsrennen vertreten

Quelle: Goslarsche Zeitung, Autor: Egon Knof

Bad Harzburg. Für das erste Auktionsrennen in der Geschichte der Bad Harzburger Galopprennwoche zeichnet sich eine exzellente Besetzung ab. Alle deutschen Top-Trainer haben Pferde genannt.

Bad Harzburg. Die Turffreunde können sich bereits heute auf das erste BBAG-Auktionsrennen (siehe Zahlen & Fakten) in der Historie des 1880gegründeten Harzburger Renn- vereins (HRV) freuen. 59 Pferde wurden beim Nennungsschluss für das Highlight am fünften Renntag des 136. Bad Harzburger Galopprennwoche am Samstag, 25. Juli, angemeldet. „Wir freuen uns, dass alle deutschen Top-Trainer Nennungen für unser Auktionsrennen abgegeben haben“, kommentierte HRV-Präsident Stephan Ahrens das Nennungsergebnis.

Toller Sport garantiert

Mit Ausnahme von Hans-Jürgen Gröschel aus Hannover sind alle deutschen Trainer aus den Top 10 vertreten, angefangen bei „Derbysieger“ Markus Klug über Andreas Wöhler, Peter Schiergen, Roland Dzubasz, Waldemar Hickst, Sascha Smrczek, Christian Freiherr von der Recke, und Andreas Löwe bis zu Jens Hirschberger. Dazu kommen die in Harzburg bestens bekannten Mario Hofer, Paul Harley, Stefan Richter, Wolfgang Figge und Werner Glanz. Das bedeutet natürlich auch, dass die besten Jockeys der Republik am „Supersamstag“ in Bündheim in den Sattel steigen werden, zumal der Harzburger Rennverein an diesem Tag Alleinveranstalter von Galopprennen ist.

Der Bad Harzburger Termin für das BBAG-Auktionsrennen, in dem es mit 37.000 Euro so viel Geld zu verdienen gibt wie noch nie am Weißen Stein, ist nahezu ideal platziert. Gut möglich, dass beim Meeting im Harz sogar der eine oder andere enttäuschte Derbystarter zu sehen sein wird, denn die Zeitspanne von rund drei Wochen zwischen dem Deutschen Derby in Hamburg(5. Juli) und dem Harzburger Meeting ist groß genug. Immerhin sechs Pferde von D wie Darioush bis W wie World’s Fire, die noch eine Derbynennung haben, kämen dafür infrage.

Doch nicht nur die besten 3-jährigen Hengste des Jahrgangs 2012 sind potenzielle Kandidaten für einen Start in Bündheim, sondern auch die besten 3-jährigen Stuten. Sieben Ladys könnten das BBAG-Auktionsrennen über 1.850 m sogar als Generalprobe für den am 2. August in Düsseldorf anstehenden „Preis der Diana“, dem sogenannten „Stutenderby“, nutzen, wobei die Startfolge in diesem Fall aber vielleicht doch etwas kurz wäre. Mit Global Love (Paul Harley), Night Melody und Zenturie (Peter Schiergen) sind unter anderem Stuten aus den Top-Gestüten Brümmerhof und Bona sowohl für das Auktionsrennen in Bad Harzburg als auch für die „Diana“ in Düsseldorf genannt.

„Viel besser geht es nicht“, stellt Rennvereinspräsident Stephan Ahrens fest, der ein „absolutes Highlight der Rennwoche“ verspricht.

Daten & Fakten

Für das Jahr 2015 sind 19 Auktionsrennen der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) für 2- und 3-jährige Pferde vom Galopper-Dachverband in Köln terminiert worden. Die Gesamtdotierung aller Rennen beträgt 1,15 Millionen Euro – pro Rennen gibt es sieben Preisgelder.

Ein Jährling, der über die BBAG-Auktion angeboten wird und für den die Nominierungsgebühr von 510 Euro vor der Auktion vom Anbieter bezahlt wurde, ist automatisch in allen 2- und 3-Jährigen-Auktionsrennen startberechtigt. Die Nominierung ist im Auktionskatalog gekennzeichnet. Der Käufer muss allerdings die Streichungstermine für die einzelnen Rennen beachten.

Für das BBAG-Auktionsrennen in Harzburg am Samstag, 25. Juli (37.000 Euro – 1.850 m), war bereits Nennungsschluss. 59 Pferde stehen in der Liste. Die nächsten Streichungstermine für das Top-Rennen am Weißen Stein sind am 23. Februar, 13. April, 20. Juli und 21. Juli. Das heißt, entweder der Besitzer zahlt das nächste Nennungsgeld, oder er nimmt sein Pferd aus dem Rennen. Feste Starter müssen am 22. Juli bis 9 Uhr angegeben werden.

136. Galopprennwoche

Beim 136. Galoppmeeting im Juli 2015 wird es einen 6. Renntag und ein Auktionsrennen geben

Quelle: Goslarsche Zeitung, Autor: Egon Knof

Die 136. Bad Harzburger Galopprennwoche vom 18. bis 26. Juli 2015 wird mit zwei spektakulären Neuerungen aufwarten. „Wir werden im nächsten Jahr endlich wieder einen 6. Renntag, den Dienstag, im Programm haben“, informierte der Präsident des Harzburger Rennvereins (HRV) nicht ohne Stolz. „Dann können wir endlich wieder von einer kompletten Rennwoche sprechen“, freute sich der Rennvereinschef: „Wir erhoffen uns davon noch mehr Besucher, die für einen längeren Zeitraum hierbleiben.“ Die sechs Renntage des Galoppmeetings werden sich auf Samstag, Sonntag, Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag verteilen.

After-Work-Rennen

Damit nicht genug hatte Stephan Ahrens noch einen weiteren echten Hammer zu verkünden. Erstmals in der langen Geschichte des 1880 gegründeten Rennvereins wird auf der Rennbahn am Weißen Stein ein Auktionsrennen für 3-jährige Pferde ausgetragen. Die Gesamtdotierung von 37.000 Euro ist das höchste Preisgeld, das je in Bad Harzburg ausgeschüttet wurde.

Mit dem 6. Renntag erfüllt der Rennverein nicht nur den Wunsch vieler Turffreunde, sondern auch der örtlichen Gastronomie und Hotellerie. Ahrens: „Wir haben lange hart um den zusätzlichen Renntag gekämpft.“ Möglich geworden ist der Dienstag-Renntag durch das Engagement des staatlichen französischen Wettanbieters PMU (siehe Hintergrund), der seit zwei Jahren wesentlich zur Finanzierung des deutschen Galopprennsports beiträgt. 2015 werden hierzulande rund 50 PMU-Renntage veranstaltet.

Alle Rennen an diesem Tag werden direkt in die 11.000 Wettannahmestellen in Frankreich übertragen. „Drei Prozent des dort getätigten Umsatzes fließen in unsere Kasse“, stellte Ahrens fest. „Mit den an diesem Tag generierten Erlösen wird dieser zusätzliche Renntag finanziert“, rechnete der HRV-Chef vor, „und wir schließen damit ganz nebenbei auch noch eine terminliche Lücke.“

Die Anfangszeiten der Dienstag-Rennen werden von der PMU vorgegeben. „Der Tag ist von uns als After-Work-Veranstaltung mit erhöhten Rennpreisen konzipiert“, teilte Ahrens weiter mit.

Mit dem lange herbeigesehnten 6. Renntag gehe der Rennverein gewissermaßen auch in Vorleistung für die Gaststätten und Hotels der Stadt, machte Ahrens deutlich, der im Gegenzug auf ein entsprechendes Engagement aus diesem Geschäftsbereich hofft.

Auch Superhandicaps

Das Auktionsrennen der Baden- Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) wird am wichtigsten Renntag des Bad Harzburger Meetings, dem sogenannten Supersamstag (25. Juli) ausgetragen. Es richtet sich an 3-jährige Pferde, ist mit Sieg- und Platzprämien in Höhe von 37.000 Euro ausgestattet und wird über 1.850 m entschieden. Sogar der 7. Platz in diesem „Hochkaräter“ wird noch mit 1.000 Euro belohnt.

Dass das Auktionsrennen realisiert werden konnte, ist vor allem auch Harzburgs Gestütsleiter und Rennvereinsvorstand Andreas Kißler und HRV-Pressesprecher Daniel Delius zu verdanken, „die sich vehement dafür eingesetzt haben“, wie Ahrens betont, der sich auch bei der BBAG bedankt, „dass sie uns dieses absolute Highlight unserer Rennwoche ermöglicht“.

Natürlich werde es auch wieder die Superhandicaps und Seejagdrennen an den Samstagen und Sonntagen geben, kündigte Stephan Ahrens an. Und dazu kommen noch die „Harzer Hürden-Trophy“ (Donnerstag) und ein mit 15.000 Euro dotiertes Listenrennen für arabische Vollblüter am ersten Sonntag des Meetings.

Ein attraktives Paket, „das es in dieser Qualität bei uns noch nie gegeben hat, und das uns sportlich ganz weit nach vorn bringen wird“, ist sich Rennvereinspräsident Ahrens sicher. Natürlich bleibe auch immer ein kleines Restrisiko, „aber das halten wir im Vorstand des Rennvereins für kalkulierbar“, gibt sich Ahrens optimistisch.

Hintergrund

Die Pari Mutuel Urbain (PMU – gegründet 1930 in Frankreich) ist der größte Anbieter von Pferdewetten Europas und der zweitgrößte nach Japan in der Welt. Es gibt rund 11.000 PMU-Wettannahmestellen mit 7 Millionen Kunden. Immer mehr Wetten werden auch online abgegeben. Die PMU-Rennen, also im Juli 2015 auch die aus Bad Harzburg, können nicht nur in Frankreich und Deutschland, sondern auch in der Schweiz und sogar in den französischen Überseegebieten gesehen werden. Der höchste Umsatz an einem PMU-Renntag in Deutschland wurde mit 2,8 Millionen Euro bei acht Rennen in Dortmund erzielt. Erst vor zwei Wochen waren es in Neuss 2,1 Millionen Euro. PMU ist ein staatliches Unternehmen. Das bedeutet, das erlöste Geld geht direkt in den Sport zurück. Wer in Frankreich mit Galoppsport zu tun hat, der lebt also gewissermaßen im Rennsportparadies.

Helmkamera Seejagdrennen vom 2. Renntag 2014